DAS WORT ZUM AUGUST

 „Wer im Schutz des Höchsten wohnt / und ruht im Schatten des Allmächtigen, der sagt zum Herrn: Du bist für mich Zuflucht und Burg, / mein Gott, dem ich vertraue. Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers / und aus allem Verderben. Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, / unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, / Schild und Schutz ist dir seine Treue.“

Psalm 91,1-4

 

Wie beruhigend ist jene Vorstellung, dass Gott über jeden von uns so einen bunten Regenschirm hält, dachte ich diesen Sommer beim Durchqueren des Geisbergwegs. Dass ich eine sichere Burg habe, die mich beschützt, ein Fundament, auf dem ich bauen kann. Riesengroß ist das Vertrauen in diesem Psalm.

 Manchmal, wenn ich die Nachrichten sehe, wünsche ich mir, dass mein Vertrauen genauso grenzenlos wäre. Dann ist Gott für mich zu still und scheinbar so fern, dass es wehtut. Ich frage mich, wo er ist, wenn so viele Menschen auf der ganzen Welt wegen Krieg und Terror sinnlos sterben müssen. Manchmal, wenn ich an meinen eigenen Tiefpunkt gelange, für den heutigen Tag oder überhaupt, frage ich mich, wo er ist.

 Dann schaue ich mich um und sehe die Menschen, die sich um mich kümmern. Dann schaue ich auf die unzähligen Helfer, die sich überall selbstlos Anderen zuwenden und all die Menschen, die sich jeden Tag im Großen und im Kleinen um Frieden bemühen. Dann schöpfe ich Hoffnung und erkenne daran: Die Mauern von Gottes Burg sind nicht kalt und abweisend. Er will uns retten. Er kommt auf mich zu, er will mich beschirmen, unter seine Fittiche nehmen. Vielleicht rettet er mich nicht so, wie ich es mir wünsche. Aber er hält sein Versprechen, er hält mir die Treue, er ist da, wenn ich Schutz suche.

 Für diesen Sommer ist mein Gott ein knallgrüner Regenschirm.

 

(Bild und Text: Carolin Stadtbäumer)

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